{"id":732,"date":"2023-01-22T09:29:15","date_gmt":"2023-01-22T09:29:15","guid":{"rendered":"https:\/\/dematerialize.blog\/bitcoin-ist-ketzerei"},"modified":"2023-01-22T20:19:08","modified_gmt":"2023-01-22T20:19:08","slug":"bitcoin-ist-ketzerei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dematerialize.blog\/de\/bitcoin-ist-ketzerei","title":{"rendered":"Bitcoin ist Ketzerei"},"content":{"rendered":"\n<p class=\" eplus-wrapper\"><strong>Bitcoin l\u00f6st ziemlich extreme Reaktionen aus, die je nach Situation von Ablehnung und H\u00e4me bis hin zu blankem Hass reichen. Das Level an Verachtung ist kaum rational erkl\u00e4rbar. Was wahrscheinlich daran liegt, dass keine Rationalit\u00e4t im Spiel ist. Vielmehr verk\u00f6rpert Bitcoin eine urmenschliche Angst vor Innovation. Woher die kommt und wie die Menschheit in den letzten 2000 Jahren damit umgegangen ist, ist Gegenstand dieses Artikels.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Von allen Themen, zu denen man die k\u00fcnstliche Intelligenz befragen kann, ist Bitcoin eines der aufschlussreichsten. Auch wenn es L\u00fccken gibt, antwortet die KI oft fundierter und positiver als wir das aus der Mainstream-Presselandschaft kennen. Das liegt auch daran, dass ihr ein paar menschliche Eigenschaften fehlen: Zum Beispiel Angst. Sie f\u00fcrchtet sich nicht vor Ver\u00e4nderungen und reagiert nicht panisch, wenn pl\u00f6tzlich die neue (Bitcoin-) Welt am Horizont erscheint. Bei Menschen scheint diese Eigenschaft allerdings angeboren. \n<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large eplus-wrapper\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"402\" src=\"https:\/\/dematerialize.blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/IMG_2066-1-1024x402.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-739\" srcset=\"https:\/\/dematerialize.blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/IMG_2066-1-1024x402.jpg 1024w, https:\/\/dematerialize.blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/IMG_2066-1-300x118.jpg 300w, https:\/\/dematerialize.blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/IMG_2066-1-768x302.jpg 768w, https:\/\/dematerialize.blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/IMG_2066-1-1536x603.jpg 1536w, https:\/\/dematerialize.blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/IMG_2066-1.jpg 1706w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Bitcoin und die k\u00fcnstliche Intelligenz<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">In Tolstois Krieg und Frieden bemerkt der Protagonist Bolkonski, dass auch intelligente Menschen, sogar solche, die bekannt sind komplexeste Probleme l\u00f6sen zu k\u00f6nnen, selten einfache und offensichtliche Wahrheiten akzeptieren k\u00f6nnen, wenn es sie zwingen w\u00fcrde, falschen Annahmen zuzugeben, \u201ewhich they have woven, thread by thread, into the fabrics of their lives.\u201c Deswegen sind Diskussionen \u00fcber Bitcoin oftmals unm\u00f6glich, weil es keine gemeinsamen Grundannahmen gibt. So entstehen argumentative Parallelwelten, die unm\u00f6glich zu vereinen sind. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Nur so kann man erkl\u00e4ren, weshalb bei Unterhaltungen zwischen Bitcoinern und Kritikern derart kontr\u00e4re Ans\u00e4tze gegen\u00fcberstehen. Das Meinungsgef\u00e4lle ist gigantisch: So sei Bitcoin freies und gesundes Geld mit dem Potenzial, unsere Zeitpr\u00e4ferenz zu senken und unsere Gesellschaft f\u00fcr immer positiv zu ver\u00e4ndern \u2013 sagen Bitcoiner. Kritiker wiederum behaupten, Bitcoin sei einfach ein wertloser Luft-Token, der nur existiert, um als Vorzeige-Ponzi fr\u00fche \u201eInvestoren\u201c reich zu machen. Hier der feste Glaube an die Trennung von Staat und Geld, die unserer Zivilisation den Weg in eine gerechte und nachhaltige Zukunft weist. Dort Faszination mit dem Spekulationsobjekt Bitcoin, das als \u201eKlimakiller\u201c intrinsisch wertlose, unsichtbare M\u00fcnzen in Umlauf bringt, mit denen niemand bezahlt au\u00dfer Kriminelle. Wie kann so ein Disconnect entstehen? Und wie kann man ihn aufl\u00f6sen?\n<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote eplus-wrapper\"><blockquote><p>&#8220;Men, including those at ease with problems of the greatest complexity, can seldom accept even the simplest and most obvious truth if it be such as would oblige them to admit the falsity of conclusions which they have delighted in explaining to colleagues, which they have proudly taught to others, and which they have woven, thread by thread, into the fabric of their lives.&#8221;<\/p><cite>Leo Tolstoy (War and Peace)<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Bitcoiner m\u00f6chten den Widerspruch oft durch Bildung beseitigen und Kritiker bekehren. Ihre L\u00f6sung ist die Verabreichung der orangen Pille, die mit jeder Menge Bildung in Form der richtigen Literatur einhergeht. Und bei sehr offenen und zug\u00e4nglichen Menschen gelingt das auch. Das zu Grunde liegende Verst\u00e4ndnis der Bitcoiner beruht darauf, dass nur mangelndes Wissen zur Kritik f\u00fchrt. Doch das ist nicht alles. Folgt man der Annahme, m\u00fcsse ja jeder verbleibende Skeptiker nur ein einziges Buch lesen, um auf den rechten Weg zu finden und morgen schon Satoshis zu stacken. Doch so einfach ist das nicht. Die \u201eorange pill\u201c ist ziemlich gro\u00df. Denn Bitcoin steht f\u00fcr alles, was neu ist. Und es ist ein weit verbreiteter Mythos, dass Menschen offen f\u00fcr Innovation sind. Im Gegenteil, wie uns die Geschichte zeigt.  <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\" eplus-wrapper wp-block-heading\">Die alte und die neue Welt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Bitcoin ist in seinen Grundz\u00fcgen nicht schwierig zu verstehen. Was die Aufnahme von Informationen allerdings erschwert, ist die Tatsache, dass Bitcoin so ziemlich alles \u00fcber den Haufen wirft und in Frage stellt, was man im Laufe seines Lebens gelernt hat. Wie viele Bitcoiner predigen, f\u00fchrt das System am Ende zur Frage \u201ewas ist Geld?\u201c. Bitcoin ist damit praktisch die Definition einer radikalen Innovation. Und es ist symptomatisch daf\u00fcr, dass Bitcoin kaum mit passenden Worten beschrieben werden kann. Es sind vor allem Skeumorphismen, also Begrifflichkeiten der vertrauten alten Welt, die daf\u00fcr sorgen, dass man \u00fcber die sprachliche Br\u00fccke Zugang zur Innovation bekommt. Kein Begriff beschreibt aber eigentlich das, was wirklich passiert: Der \u201eCoin\u201c oder das \u201eVersenden\u201c von Bitcoin suggerieren eine physische und r\u00e4umliche Komponente, genau wie das \u201eWallet\u201c. Aber Bitcoin existiert an keinem Ort. \u201eMining\u201c liefert ein sch\u00f6nes Bild, das aber ebenso irref\u00fchrend ist, weil es den eigentlichen Vorgang nicht erkl\u00e4rt. Nichts davon existiert. Uns fehlen die Worte f\u00fcr die neue Welt. \n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\" eplus-wrapper wp-block-heading\">Bitcoin schafft eigene Institutionen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">F\u00fcr den lebenserfahrenen Menschen sind schon das gro\u00dfe Umstellungen. Aber die Innovation Bitcoin geht weit \u00fcber sprachliche und technische Komponenten hinaus. Bitcoin schafft neue Institutionen und ignoriert im Prinzip alle, mit denen ein Mensch des 20. Jahrhunderts aufgewachsen ist. Was sind Landesgrenzen, Gesetze, Banken oder Finanz\u00e4mter in einem System, das restlos alles, was mit Geld zu tun hat, neu erfindet und dabei dezentralisiert und digitalisiert? Egal wie sehr man sich darauf beruft, dass der Code und somit die Technologie hinter Bitcoin neutral seien. Die Idee ist revolution\u00e4r \u2013 und somit verd\u00e4chtig. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Was ist Bitcoin alles, was eigentlich in der alten Welt unm\u00f6glich war: Ein elektronischer Rohstoff ohne Emittenten? Eine garantierte und dabei digitale Knappheit? Geld als Peer-to-Peer Netzwerk? Eine globale W\u00e4hrung, die aus keinem Land kommt? Eine W\u00e4hrung, die aber kaum Recheneinheit zu sein scheint? Ein fest begrenztes Geld, das doch scheinbar unendlich teilbar ist? Ein vorprogrammierter Ausgabemodus, den niemand beeinflussen kann? Das Unverst\u00e4ndnis ist im wahrsten Sinne des Wortes vorprogrammiert. \n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\" eplus-wrapper wp-block-heading\">Das Innovations-Narrativ<\/h2>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Bitcoin und vor allem dessen Ablehnung zeigt uns, dass es ein Mythos ist, dass wir Menschen uns geradezu nach Disruption und Ver\u00e4nderung sehnen und geduldig auf den auf den Meteoriten der Innovation warten. Wir sehnen uns vielmehr nach dem Alten und Bew\u00e4hrten \u2013 nach festen Traditionen. Innovation ist vielmehr ein Narrativ, das im 20. Jahrhundert zu einem regelrechten Hype avancierte, der bis heute andauert. Die Erfahrung zeigt aber, dass Menschen sich fast immer gegen Ver\u00e4nderung und Innovation stellen. Und das teilweise \u00fcber Jahre und Jahrzehnte. Kaum eine gro\u00dfe Erfindung konnte sich in nur wenigen Jahren fl\u00e4chendeckend durchsetzen. Es ist schon beinahe ein Beweis f\u00fcr eine gro\u00dfe Innovation, dass es lange dauert, bis sie sich durchsetzt. \n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\" eplus-wrapper wp-block-heading\">Blockchain not bitcoin?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Wegen der anti-innovativen Grundhaltung ist die Geschichte der Innovation auch und vor allem gepr\u00e4gt von Durchhalteverm\u00f6gen und Beharrlichkeit. Es ist ein Kampf gegen Zur\u00fcckweisung und Ablehnung. So ist es bezeichnend, dass ein Gro\u00dfteil der breiten \u00d6ffentlichkeit im letzten Jahrzehnt die Kern-Innovation von Bitcoin ignoriert hat: Stattdessen wurden Schlagworte wie \u201eBlockchain\u201c rausgepickt und zum Hype deklariert. Die eigentliche Innovation des Bitcoin Systems wird dabei links liegen gelassen und zerst\u00fcmmelt, stattdessen soll ein Bruchst\u00fcck herhalten, um mit fragw\u00fcrdiger Logik Lieferketten und andere logistische Prozesse zu optimieren. Das Zurechtstutzend hat einen Grund: \u201eBlockchain\u201c passt in die alte Welt, in der Firmen und L\u00e4nder existieren und User aber auch Admins gibt. Auch die Tatsache, dass die Politik sich lieber im Fahrwasser zentral gesteuerter Kryptow\u00e4hrungen bewegt, statt auf Bitcoin zu setzen, spricht B\u00e4nde.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Menschen suchen durchaus Ver\u00e4nderungen, wenn sie in kleinen Schritten stattfindet, die ihre aktuellen Lebensumst\u00e4nde verbessern. Doch Neuerungen d\u00fcrfen immer nur in hom\u00f6opathischen Dosen verabreicht werden, damit es keine Verunsicherung gibt. Tats\u00e4chlich sind auch die meisten Neuerungen, die f\u00fcr gro\u00dfe Innovationen gehalten werden, kaum signifikante Ver\u00e4nderungen bereits existierender Technologie. Das iPhone als Paradebeispiel der disruptiven Innovation hat zwar einen neuen Markt geschaffen. Doch die elementare Idee basierte nur darauf, drei Gegenst\u00e4nde perfekt zu vereinen, die Menschen ohnehin schon genutzt hatten. Es war eine disruptive, aber keine radikale Innovation. \n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\" eplus-wrapper wp-block-heading\">Innovation in der Antike<\/h2>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Und trotz der konservativen Grundhaltung des Menschen ist die Geschichte voll von Innovationen. Aristoteles schreibt in seiner Metaphysik, dass alle Menschen \u201evon Natur aus nach Neuem\u201c streben. Es sei das Menschliche schlechthin. Und so treffen immer wieder Neugier und Ablehnung aufeinander. So schon im antiken Griechenland, wo das Konzept der Innovation seinen Niederschlag im Begriff \u201eKainotomia\u201c fand. Der hatte von Anfang an eine politische Dimension, denn es ging darum, \u201eVer\u00e4nderung in eine etablierte Ordnung\u201c zu bringen. Innovation war dadurch aber negativ besetzt und von Grund auf subversiv und revolution\u00e4r im negativen Sinn. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">So manifestierte sich f\u00fcr Philosophen wie Plato und Aristoteles die Innovation in Alltagsthemen wie Spielen und Musik. Die Athener sahen damals diverse musikalische Neuerungen, die den Zuh\u00f6rern als radikale Abweichung von der Tradition erschienen. Es hagelte Kritik und jede Menge H\u00e4me f\u00fcr die neue Musik, die Plato gerne vollst\u00e4ndig verboten h\u00e4tte. Sein Argument dagegen war, dass Innovation niemals mehr sein sollte als eine neue Kombination aus vertrauten Elementen und Strukturen. F\u00fcr den Erfolg von Innovation, so Plato, m\u00fcssen existierende Vorstellungen von Werten ber\u00fccksichtigt werden. Innovation im Vakuum w\u00fcrde nur zu Ablehnung und Unverst\u00e4ndnis f\u00fchren. Bitcoin ist wahrscheinlich das beste Beispiel daf\u00fcr. \n<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large eplus-wrapper\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"421\" src=\"https:\/\/dematerialize.blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Google-Ngram-Innovation-1024x421.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-729\" srcset=\"https:\/\/dematerialize.blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Google-Ngram-Innovation-1024x421.jpg 1024w, https:\/\/dematerialize.blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Google-Ngram-Innovation-300x123.jpg 300w, https:\/\/dematerialize.blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Google-Ngram-Innovation-768x316.jpg 768w, https:\/\/dematerialize.blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Google-Ngram-Innovation-1536x632.jpg 1536w, https:\/\/dematerialize.blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Google-Ngram-Innovation-2048x842.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Das Wort &#8220;Innovation&#8221; in der Literatur seit 1500 (Google Ngram)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Doch auch wenn die Existenz des griechischen Begriffs eine Relevanz suggeriert war Innovation im Alltag der Griechen kaum ein Thema. Tats\u00e4chlich wurde er von den Schreibern der Antike kaum verwendet. Im Gegensatz dazu hatten die R\u00f6mer gar keinen Begriff f\u00fcr Innovation, auch wenn es viele W\u00f6rter f\u00fcr Neuheiten gab, so wie \u201enovitas\u201c oder \u201eres nova\u201c. Und \u00e4hnlich wie das griechische \u201eKainotomia\u201c hatte das Verb \u201enovare\u201c eine negative Bedeutung. Die R\u00f6mer hatten eine interessante Haltung zu Neuerungen. Denn auf der einen Seite waren sie nat\u00fcrlich gro\u00dfe Erfinder, die auf allen Ebenen erstaunliche technische Errungenschaften und Ingenieursleistungen hervorgebracht haben. Auf der anderen Seite zogen sie durchaus auch Grenzen, wenn Innovation zu revolution\u00e4r wurde. \n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\" eplus-wrapper wp-block-heading\">Tiberius und das flexible Glas<\/h2>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">So wird eine Geschichte von Kaiser Tiberius \u00fcberliefert (14-37 n. Chr.), dem ein r\u00f6mischer Glaser ein bahnbrechendes Glas demonstrieren wollte. Die besondere Eigenschaft: Es zerbrach nicht. Plinius berichtet, dass seine Erfindung \u201evitrum flexile\u201c genannt wurde, also flexibles Glas. Der Handwerker pr\u00e4sentierte dem Kaiser eine wundersch\u00f6ne transparente Vase, die er auf den Boden fallen lie\u00df. Obwohl sie eigentlich in 1000 St\u00fccke h\u00e4tte zerbrechen m\u00fcssen, blieb sie fast unversehrt. Tiberius war der Erz\u00e4hlung nach sichtlich beeindruckt, aber fragte den Glaser nur, wem er von seiner Erfindung des unzerbrechlichen Glases erz\u00e4hlt hatte. Die Antwort: niemandem. Daraufhin lie\u00df Tiberius den Man t\u00f6ten und seine Werkstatt zerst\u00f6ren. Seine Bef\u00fcrchtung war wohl, dass das neue Material auf kurz oder lang das imperiale Gold oder Silber im Wert mindern k\u00f6nnte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Interessant ist die Geschichte in Anbetracht der Tatsache, dass die R\u00f6mer viele andere Erfindungen nutzten, die nicht weit vom flexiblen Glas entfernt waren, und ebenfalls Material haltbarer und besser machten. So hatten die R\u00f6mer zum Beispiel eine besondere Zusammensetzung von Beton entwickelt. Durch kleine Kalkbrocken im Material bewirkten sie, dass das \u201eopus caementium\u201c eine \u201eselbstheilende\u201c Wirkung entfaltete. Durch das Eintreten von Fl\u00fcssigkeit wurde das Kalzium aus den Brocken gel\u00f6st und f\u00fcllte die L\u00fccken. Der Innovationsgrad war nicht unbedingt kleiner. Aber haltbarer Beton war nicht subversiv. Flexibles Glas hatte die Grenze der Innovation \u00fcberschritten. \u00dcbertragen auf unsere Zeit: Blockchain ist in Ordnung, aber Bitcoin ist zu viel des Guten. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\" eplus-wrapper wp-block-heading\">Revolution, Ketzerei und Individualismus<\/h2>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Wir vergessen im Erneuerungshype h\u00e4ufig, dass Innovation historisch fast immer als Laster angesehen wurde, das teils explizit und per Gesetz verboten war. Der Begriff wurde vor allem bis ins 17. Jahrhundert immer wieder von Gegnern der Ver\u00e4nderung bewusst als linguistische Waffe eingesetzt. Menschen wurden wortw\u00f6rtlich angeschuldigt, \u201eInnovation\u201c betrieben zu haben. Dabei stand vor allem die subversive und revolution\u00e4re Bedeutungsebene im Mittelpunkt. F\u00fcr lange Zeit galt der Erneuerer als Ketzer und wurde auch so genannt \u2013 von Klerikern, Monarchisten und Konservativen im Allgemeinen. Innovation, Revolte oder Ketzerei waren praktisch Synonyme. \n<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote eplus-wrapper\"><blockquote><p>&nbsp;&#8220;It is hardly possible to make any innovation (&#8230;) without using new words and phrases, or giving a different meaning to those that are received; a liberty which, even when necessary, creates prejudice and misconstruction, and which must wait the sanction of time to authorize it.&nbsp;<\/p><cite>Thomas Reid, An Inquiry into the Human Mind&nbsp;(1764)&nbsp;<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Nat\u00fcrlich wurde dennoch erfunden und erneuert, aber die innovationsfeindliche Geisteshaltung f\u00fchrte dazu, dass es lange dauerte, bis sich neue Dinge final durchsetzten. Der schottische Philosoph Thomas Reid sagte Ende des 18. Jahrhunderts, Innovation sei eine Handlung, die selbst dann zu Vorurteilen und Fehlinterpretationen f\u00fchre, wenn sie notwendig sei. Eine Innovation \u201emust wait the sanction of time to authorize it.\u201c Innovation ist eng verbunden mit Individualismus. Denn derjenige, der erneuert, nimmt sich die Freiheit, etwas von sich selbst mit einzubringen. Er f\u00fcgt sich nicht der etablierten Ordnung und Tradition unter. Innovation ist sozusagen ein individuelles Konstrukt. \n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\" eplus-wrapper wp-block-heading\">Bitcoin ignoriert Tradition<\/h2>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Auch die \u00f6ffentliche Meinung zu Bitcoin kann man unter diesem Blickwinkel betrachten. Denn auch wenn Bitcoin eine lange Vorgeschichte hat, die vor allem durch die Vorarbeit vieler Cypherpunks gepr\u00e4gt ist, ignoriert das \u201eP2P Electronic Cash System\u201c auf noch nie dagewesene Art und Weise alle Institutionen und Traditionen unserer gegenw\u00e4rtigen Gesellschaft. Bitcoin wird nicht von Staaten ausgegeben und die Geldmenge kann weder von Politikern noch von Zentralbankern gesteuert werden. Bitcoin ist nirgends gemeldet und hat de facto keine regionale Herkunft. Die Legitimit\u00e4t einer Transaktion wird nicht von menschlichen Institutionen wie Gerichten oder Banken festgelegt, sondern durch eine auf allen Nodes geteilte Historie. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Im Prinzip hat Bitcoin seine eigene Rechtsprechung. Und sogar eine eigene Zeitrechnung. Die Herstellung des Geldes ignoriert Landesgrenzen, Staaten und Gesetze. Kurzum, Bitcoin ignoriert jede existierende und etablierte Institution, die traditionell f\u00fcr Geld zust\u00e4ndig ist, gekr\u00f6nt von der Tatsache, dass es offensichtlich die Idee einer einzelnen Person oder zumindest einer kleinen Gruppe von Menschen war \u2013 lupenreine Ketzerei. \n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\" eplus-wrapper wp-block-heading\">Der Innovator: vom Ketzer zum kreativen Genie<\/h2>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Wie wir wissen, hat der Begriff Innovation im 20. Jahrhundert eine Kehrtwende gemacht. Mit dem Ende des 2. Weltkrieges bekam das Ph\u00e4nomen zum ersten Mal einen positiven Anstrich, der meistens mit dem Werk Josef Schumpeters in Verbindung gebracht wird, weil dieser Innovation mit technologischem Fortschritt und Produktivit\u00e4t in Verbindung brachte. Innovation war nunmehr nicht l\u00e4nger subversiv, sondern einfach nur \u2013 und im positiven Sinne \u2013 nicht traditionell. Damit war der Innovator kein Ketzer, sondern vielleicht ein nonkonformer Abweichler. Mitunter wurde er damit sogar zum Kreativen und Genie. Er ist derjenige, der den Wandel bringt, der untere anderem die Produktivit\u00e4t steigert. \n<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote eplus-wrapper\"><blockquote><p>&#8220;Nach dem zweiten Weltkrieg war der Innovator kein Ketzer mehr, sondern vielleicht nur ein nonkonformer Abweichler. Mitunter wurde er damit sogar zum Kreativen und Genie.&#8221; <\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Fortan wurde der Begriff allerdings so umfassend und h\u00e4ufig verwendet, dass er sich abnutzte. Der Autor Clive Staples Lewis warnte schon 1960, dass er zur \u201esemantischen Null\u201c verkommt, die am Ende keine inhaltliche Aussagekraft hat. Das Ergebnis sehen wir heute. Alles ist innovativ und jeder ist ein disruptiver Innovator. Der Begriff ist nun keine Anklage mehr, sondern wird sogar zur Selbstbeschreibung. Es gibt innovative Gadgets, Apps, Websites, und nat\u00fcrliche auch innovative Firmen, \u00c4mter oder sogar Regierungen. Und interessanterweise stellen sich die meisten von ihnen instinktiv gegen echte Innovation, wenn sie denn passiert. \n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\" eplus-wrapper wp-block-heading\">Jede Institution ist anti-innovativ <\/h2>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Tats\u00e4chlich stellt echte Innovation f\u00fcr jede etablierte Institution fast eine Unm\u00f6glichkeit dar. Denn jede Firma, die sich selbst und ihre Position st\u00e4rken und etablieren will, denkt statisch. Ebenso wie ein Staat, der in seinen eigenen Grenzen denkt. Alle gefestigten Institutionen sind langsam gewachsen und wollen bleiben, wie sie sind. Sie sind durch ihre reine Existenz anti-innovativ. So wie Politiker, die Bitcoin gerne ignorieren m\u00f6chten, weil sie mit der Adoption des Systems ihre eigene Grundlage in Frage stellen w\u00fcrden. \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Aber Ignorieren ist nicht alles. Die Reaktionen auf Bitcoin sind symptomatisch daf\u00fcr, dass sich die allgemeine Haltung gegen\u00fcber Innovation nur graduell und an der Oberfl\u00e4che ver\u00e4ndert hat. Der Spielraum des einzelnen in unserer Gesellschaft zu ver\u00e4ndern ist sicherlich gr\u00f6\u00dfer als fr\u00fcher. Aber wann immer etwas die Grenzen der Tradition \u00fcberschreitet, macht sich Skepsis und Verachtung breit. Der Vorwurf der Ketzerei ist fest verankert.  \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Innovation war Revolution und Ketzerei, aber wurde auch mit Krankheit, Verf\u00fchrung oder Untergang assoziiert. Genau in diesem Spektrum bewegt sich Bitcoin t\u00e4glich in den Medien. Nie wird Bitcoin ignoriert oder vergessen, sondern mit H\u00e4me \u00fcberzogen, angefeindet und in seiner Daseinsberechtigung angezweifelt. Obwohl Bitcoin seit \u00fcber 14 Jahren existiert, wird der baldige Niedergang prophezeit. Das Thema reizt so sehr, dass manche Autoren sich regelrecht auf den Untergang von Bitcoin spezialisiert haben. Und kein Argument, keine Metrik, egal wie wissenschaftlich erhoben, und nicht einmal massive Preisanstiege verm\u00f6gen es, die Kritiker zu bes\u00e4nftigen, die bereits ihre Meinung gebildet haben. \n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\" eplus-wrapper wp-block-heading\">Bitcoin ist Nonkonformismus<\/h2>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Ketzerei verbinden wir mit Religion, mit Menschen, die in der Inquisition verbrannt wurden. Der Ursprung ist allerdings s\u00e4kular. Das griechische hairetik\u00f3s bezeichnete in der Antike einen Zustand, in dem man \u201eausw\u00e4hlen\u201c konnte. Es hatte also einen individualistischen Unterton. Auch noch im 14. Jahrhundert hatte \u201eheretik\u201c neben der religi\u00f6sen auch die Bedeutung, dass man sich nicht an eine etablierte Doktrin oder Tradition anpasst. Bitcoin ist offensichtlich die extremste Form des Nonkonformismus. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote eplus-wrapper\"><blockquote><p>Bitcoin is auf dem besten Weg, eine eigene Tradition zu formen. Und das effektivste Tool f\u00fcr eine Adoption ist nicht eine gigantische orange Pille, sondern der Innovator schlechthin: Zeit.<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Francis Bacon beschrieb Innovationen auf einf\u00fchlsame Weise in \u201eNovum Organum\u201c (1620): \u201eInnovations &#8230; at first are ill-shapen. They are like strangers &#8230; what is settled by custom is fit &#8230; whereas new things piece not so well. They trouble by their inconformity.\u201c \n<\/p>\n\n\n\n<p class=\" eplus-wrapper\">Doch auch wenn Bitcoin Traditionen ignoriert und konservative Menschen verunsichert, ist die Adoption unumg\u00e4nglich. Denn mit jedem Tag, der vergeht, ist Bitcoin auf dem besten Weg, selbst eine Tradition zu werden. Und das effektivste Mittel ist dabei keine gigantische \u201eorange pill\u201c, sondern der Innovator schlechthin: Zeit. \n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Level an \u00f6ffentlicher Verachtung, das Bitcoin umgibt, ist kaum rational erkl\u00e4rbar. Vielmehr verk\u00f6rpert Bitcoin eine urmenschliche Angst vor Innovation. 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